Carsten Grünewald

DJ DALECOOPER  •  GOTHIC DJ  •  TWIN PEAKS FAN  •  MUSIC FAN  •  SINGER & COMPOSER BEI CELESTE NOIR, SOLARIS-D UND ANALOGSYMPATHISANT  •  HOBBYMODEL

Blog

Ein Jahr ohne Veranstaltungen

Mittlerweile ist es weit über ein Jahr her, seit ich das letzte Mal auf einem Konzert gewesen bin, einen Auftritt hatte und eine öffentliche Party. Am 22.02.20  hatten John T. Jefferson und ich mit ANALOGSYMPATHISANT ein Gastspiel im Kultube in Mönchengladbachm zusammen mit den Bands Evo-Lution und Alienare. An dem Abend hat noch keiner damit gerechnet, dass sämtliche Versanstaltungen in Kürze abgeblasen werden. Am 05.03. wollte ich normalerweise ein Konzert von Lana Del Rey besuchen, die im Vorfeld schon ihre komplette Tournee abgesagt hat, als hätte sie es geahnt. Am 12.03., als die Lage sich längst zugespitzt hatte, war ich noch auf dem Konzert des Moka Efti Orchester aus der Serie Babylon Berlin im Gloria in Köln. Die Stimmung war zwar gut, aber ein mulmiges Gefühl war zu spüren bei den vielen Menschen im Gloria, ob das alles so richtig war. Ich weiss nicht, wieviele Leute da waren aber es war voll, grenzwertig und auf engem Raum. Abstände so gerade noch möglich. Jedenfalls ist nichts bekannt geworden, dass sich dort Leute infiziert haben. Die 14köpfige Jazzband trat auf unter der Leidung von Nikko Weidemann, der schon ahnte und erwähnte, dass es deren letztes Konzert sei, und er hatte recht. Die Band gab Ihr Babylon Berlin-Set zum Besten incl. eine ausgedehnten Version von „Zu Asche, zu Staub“ und hinterliess bei allen Gästen nicht nur wegen des grossartigen Konzerts ein unvergessenes Erlebnis. Am 13.03. gab es die letzte, vollständige, öffentliche Party im Shadow Leverkusen. Es war die Mittelalterliche Nacht, eine meiner Lieblingsparties, da die Stimmung meist unschlagbar ist. Diese verlief ganz reibungslos, war gut besucht, aber nicht überfüllt. Die Lage spitzte sich immer mehr zu, viele Menschen blieben schon zuhause. So kam es , unter Beobachtung, ob wir überhaupt noch öffnen dürfen, dass wir am Samstagabend im relativ überschaubaren Maße, unseren Schattentanz begannen, mit dankbarem Publikum , dass es noch möglich ist, zu feiern. Da die Beschlüsse der Stadt Leverkusen erst relativ spät kamen, bekamen wir unmittelbar bald Besuch vom  Ordnungsamt, dass wir um 12 schliessen müssen. Das war ein sehr unschönes Ende, zumal in anderen Städten alle die Beschlüsse ab Dienstag galten, also 3 Tage später, so dass alle Parties im Umkreis noch beendet werden konnten. Leverkusen war da rigoros. Auch nicht unbedingt falsch, aber sinnvoll wäre gewesen, uns zu warnen, dass wir gar nicht erst öffnen sollten, denn wir waren eh schon alle zusammen. Seitdem ist Funkstille, ausser dass man im Sommer im privaten Rahmen mit begrenzter Zahl feiern konnte, so dass auch meine eigene Hochzeistfeier möglich war. Auch dort ist niemand krank geworden, auch nicht bei anderen Geburtstagen, die ich den Sommer mitgemacht habe. Seit Oktober ist nun alles dicht und es gibt Kontaktbeschränkungen. Die Bedürfnisse, so langsam mal wieder die Tätigkeiten aufzunehmen , wachsen stetig. Vorsicht ist dennoch geboten und wir hoffen, dass es im Sommer wenigstens wieder ein bisschen weitergehen kann. Harren wir der Dinge, die da kommen. Ich hatte dennoch eine gute Zeit bis jetzt, trotz jeglicher Einschränkungen, es gab Zeit für andere Dinge. Passt bis dahin weiter auf Euch auf, wir wollen alle weitermachen. Things will never be the same. 

Die Golden Globes 2021

Als Film und Serienfan lasse ich mir die jährliche Übertragung der Golden Globes und den Oscars nur selten entgehen. Die Show war Corona-Konform, alle Nominierten befanden sich quasi im Home Office. Sie hatten zwar für Abendgarderobe gesorgt, saßen jedoch wie z.B. Nicole Kidman und Jodie Foster bei Ihrer Familie zu Hause. Dennoch hat man den Beifall vermisst. Selbstverständlich ist es mir nicht möglich, alle Filme und Serien vorher zu schauen, einiges ist noch nicht veröffentlicht und jeden Streaming Dienst habe ich auch nicht abonniert . Ein paar Sachen habe ich mir jedoch angesehen. Für den emotionalsten Moment sorgte jedenfalls Taylor Simone Ledward, die virtuell die Auszeichnung für Ihren verstorbenen Mann Chadwick Boseman für dessen Hauptrolle in „Ma Rainey’s Black Bottom“ in Empfang nehmen durfte. Sehr überrascht war ich über die Nominierung von „Borat 2“ für den Sacha Baron Cohen die Trophäe abräumte. Dieser war ebenfalls für seine Leistung in „The Trial Of The Chricago 7“ nominiert. Letzterer war tatsächlich mein Wunschkandidat für den besten Film, es gab jedenfalls den Drehbuch Globe für Aaron Sorkin. Cohen war nicht der einzige, der direkt 2x nominiert war, Anya Taylor-Joy nahm ihren für Ihre große Charakterdarstellung in der Serie „Das Damengambit“ mit nach Hause und Trent Reznor und Atticus Ross, auch bekannt als „The“ Nine Inch Nails freuten sich über ihren Preis für „Soul“ , auch die beiden waren ebenfalls für „Mank“ nominiert. Tolle Leistung! Olivia Colman ging diesmal leer aus, trotz 2 Nominierungen und die 12jährige Helena Zengel musste ihre Trophäe Jodie Foster überlassen, die nach eigenen Aussagen, nie geglaubt hätte, nochmal im Fokus der Golden Globes sind. Da wir gerade bei den Damen sind – Rosamund Pike gewann für „I Care A Lot“und Andra Day für Ihre Darstellung als Billie Holliday. Der beste Film im Bereich Drama ging an Chloé Zhaos „Nomadland“ , incl Regie, welcher im April bei uns anlaufen soll und tatsächlich wurde „Borat “ bester Film im Bereich Musical/Comedy. Der große Serienabräumer incl der Darsteller war diesmal The Crown, sowohl beste Serie, als auch Josh O’Connor und Emma Corrin alias Charles und Diana und es wäre eine Beleidigung gewesen, Gillian Andersons Leistung als Margaret Thatcher nicht zu ehren, sie sorgte mit ihrer Darstellung für die größten Überraschungsmomente der Serie. Einer fehlt noch im Bereich Film, denn Daniel Kaluuya gewann als bester Nebendarsteller, denn „Judas and The Black Messiah“ knüpft nahtlos an das Thema der Black Panther-Bewegung , die auch Thema in „Chicago 7“ ist, an. Der Gewinner Song darf bei mir nie unerwähnt bleiben, die vielfach ausgezeichnete Diane Warren schrieb „Io si“ , gesungen und getextet von Laura Pausini für den Film „Du hast das Leben vor Dir“.

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